Wissenswertes

  • Lächeln...

    Irgendwo fand ich folgenden Tipp - und bin mir sicher: DAS klappt!

    Ich habe eine einfache und äußerst wirksame Methode für gesunden und tiefen Schlaf: Ich lächle, wenn ich das Licht ausgemacht habe.

    Auch wenn mir danach gar nicht unbedingt zumute ist. Aber 1. sieht es niemand, 2. drücken beim Lächeln Muskelgruppen auf Rezeptoren, die Wohlfühlhormone ausschütten, und 3. beruhigt das meine Nerven.

    So stressig der vergangene Tag war, so sehr mich die Sorgen für den morgigen Tag drücken - die Lächelmethode schenkt mir trotzdem erholsamen Schlaf. 

  • Mein Bett - mein Reich?

    Im mittelalterlichen Bürgertum war es ein klar definiertes Recht der Braut das eigene Bett mit in die Ehe und somit in den Hausstand zu bringen. Damit dokumentierte sie, dass die Ehe auf ihrem ureigenen Territorium vollzogen wurde. Damit war die Bettstatt eine Art Reservat für weibliche Rechte – denn sonst war es mit dem Thema Gleichberechtigung ja eher miserabel bestellt.

    Die heute so verpönte Aussteuer war also durchaus auch ein Dokument für das Recht der (Haus-)Frau - ebenso wie die Darstellung ihres eigenen Vermögens, das sie selbst verwaltete und bis zu ihrem Tod in Alleineigentum besaß.

  • Wer kauft ein Bett schon "Second Hand"?

    Das gab es sogar schon Ende des 15.Jahrhunderts öfter! Denn das Bett war das wertvollste Möbelstück des Hauses. Es zeigte den Wert des Vermögens, die Macht der darin schlafenden Hausherren, die Wichtigkeit des ganzen darin gezeugten Geschlechts. In Testamenten und wurden oft treue Diener und Lehnsleute bedacht – also „geehrt“. Die Sparvariante von heute war das also gar nicht – eher ein Beweis für das Gegenteil...

  • Nackte Tatsachen...

    Heute gabs ne gute Pressemeldung in der "Süddeutschen":

    zum Artikel: Kaum nackte Tatsachen unter deutschen Decken

  • Wie bequem braucht es ein Wikinger?

    Bei diesen rauhen Kämpfern vermutet man ein paar Felle auf hartem Stein – das galt aber nur für die „Normalen“ - Felle nah am Feuer über ein Kuhle ( wegen der Wärme mit Mist gefüllt!), fast bodeneben, denn die Häuser hatten keinen Kamin oder Rauchabzug, es wurde also etwas stickig oder wahlweise kalt. Die „reisenden“ Kämpfer, die uns da alle durch den Kopf gehen, hatten anscheinend recht häufig schon richtige Betten dabei. Leicht montierbare Holzgestelle, schlicht und funktional, schnell auf- und abgebaut. Lediglich das Kopfteil war häufig mit Drachenköpfen gekrönt und somit eine Zierde dieser recht großen (180x220 cm!!) Schlafstätten.

    Die Keil- und Steckverbindung waren schon fast genial! Googelt mal - die hatten gute Ideen und gute Handwerker.

  • Können Männer schwanger sein?

    Ja – im Kindbett! Dieser alte Brauch ist von mehreren Völkern bekannt, teilweise hat er sich erst vor recht kurzer Zeit verloren. Männer legten sich vor / während aber vor allem nach der Geburt ihres Kindes ins Kindbett. Sie wurden gepflegt und geschont (oft von der Mutter des Kindes, um das es hier geht), sie durchlitten Schmerzen und Leiden, hielten sich an Nahrungs- und Verhaltensvorschriften. Was etwas verwirrend anmutet, war vermutlich der Versuch dem Mann die Chance zu geben, eine Bindung zu dem Neugeborenen aufzubauen. Schließlich mussten sie einfach „glauben“ der Vater des Kindes zu sein, denn recht häufig wird dieser Brauch in Gesellschaften mit (noch) matriarchalen Strukturen beschrieben.

  • das "älteste" Wasserbett?

    Wurde schon vor 3000 Jahren erwähnt! Alexander der Große schlief auf wassergefüllten Ziegenhäuten – je nach Außentemperatur tagsüber von der Sonne erwärmt, oder aber mit frischem kühlen Quellwasser gefüllt. Der Aufwand das Bett täglich frisch herzurichten war auch sonst in Persien üblich – die ganze Bettstatt wurde morgens abgebaut und weggeräumt, und am Abend wieder neu hergerichtet. Sicher war es dabei von Vorteil, wenn man, wie die Herrschenden und Reichen, auf Sklaven zurückgreifen konnte.

  • das "älteste" Klappbett?

    Kann man von Tutanchamun sehen... sicher gab es diese auch vorher schon, denn wer kennt die wenig guten Betten auf Reisen nicht? Er lies sich ein dreiteiliges Gestell mit geflochtenem Leinen beziehen und nahm diese immerhin 185 cm lange Bettstatt einfach mit.

    Vermutlich bettete er auch hier seinen Kopf auf eine Kopfstütze – orthopädischer Unsinn, aber für die etwas aufwändigen Frisuren dieser Zeit sicher schonend.

    Allerdings ging es wohl eher um „höhere“ Werte, wie den weisen Ausblick des Schlafenden, oder das Wandern zwischen Abend und Morgen. Schön zu sehen an der Kopfstütze des Schu im Ägyptischen Museum in Kairo

  • Was ist eine "Kline"?

    Das Wort ist in der Archäologie wohlbekannt: als eine Art Liege im alten Griechenland und später auch im römischen Imperium.

    Sie hatte ein aufgebogenes Kopfende, war meist schon mit Lederriemen gepolstert, wurde mit Woll- oder Feder-Matratzen belegt und dann mit Decken und Kissen zum oft wichtigsten und vor allem luxuriösesten Möbelstück des Hauses. Im Vorgänger des heutigen Wohnzimmers gab es ganze Ansammlungen dieser Klinen – um dort Gäste zu empfangen, Gelage zu halten, politisches und gesellschaftliches zu besprechen – und vor allem auch zu essen, aber recht selten dort auch zu schlafen.

    Stellen sie sich einen Raum vor, in dem viele dieser „Betten“ stehen – und die Wortverwandschaft zu unserer heutigen „Klinik“ wird offensichtlich.

  • besondere Betten

    Das "Feder-Bett" - nein, nicht Omas dickes Plumeau - sondern ein Prachtbett August des Starken!

    Heute, nach 19 Jahren Restaurierung, zu sehen auf Schloss Moritzburg ganz nahe bei Dresden.

    Unzählige Federn von Vögeln aus aller Welt wurden damals mit einer ganz besonderen Technik zu Flächen verwebt. Die Farben- und Ornamentvielfalt verblüfft noch heute. Allerdings auch die Geduld der Erbauer und der Restaurateure - sie haben jede einzelne der Federn in der Hand gehabt, gesäubert, gebadet, geföhnt - und dann zu diesem Gesamtkunstwerk zusammengefügt.

    GESCHLAFEN hat da niemals jemand drin....

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