Daunendecken und das leidige Thema der Daunen Allergie

Das wohl schlimmste Gerücht mit dem eine gute Daunendecke kämpfen muß ist, dass sie nicht gut wäre für Allergiker. Dies stimmt so nicht. Eine Daunendecke enthält nicht mehr sondern eher weniger Milben als eine Synthetikdecke.

Das regelmässige Waschen einer Daunendecke gehört für einen Haustauballergiker genauso dazu, wie das regelmässige Waschen seiner Kleidung, beziehungsweise aller Textilien seiner Umgebung.
Die Milbe ernährt sich nicht von den Daunen und Federn sondern alleine vom Menschen – natürlich nur von seinen Hautschuppen. Glücklicherweise regeneriert sich unsere Haut ständig, verliert aber dabei etwa ca 0,5 bis 1 Gramm feinste Hautteilchen pro Tag. Wenn man bedenkt das 0,25Gramm für mehrere Tausende Milben ausreichen, kann hier ein Buffet für die ungeliebten Tierchene angerichtet sein.

Nur ein verschwindend kleiner Teil der Allergiker ist wirklich auf das Keratin der Federn und Daunen allergisch, meist geht es um die Hausstaubmilbe, bzw. deren Kot. Leider sind auch hier noch nicht alle Ärzte auf dem neuesten Stand der Erkenntnisse.

Inzwischen gibt es sogar die ein oder andere Studie die belegt, dass in Synthtikbetten das Schlafklima weitaus förderlicher für die Milbenpopulation ist. Das liegt an möglicher statischer Aufladung für die Staubbelastung und an dem unvermeidbar feuchteren Mikroklima der Schlafhöhle.

Also: nur wer regelmässig sein Bett wäscht (ob Daunendecke oder Syntethik) hat keine Probleme.

Ausführlichere Texte und Hintergrunddaten finden Sie zweifelsohne im Internet - doch bitte beachten Sie, dass teilweise klar Verkaufsabsichten die Grundlage für die Aussagen sind.

Auszugsweise haben wir für sie zusammengestellt:

Stärkere allergologische Reaktionen wie z. B. ein positiver Reibtest oder auch eine positive inhalative Provokation mit dem Federnantigen sind in der allergologischen Praxis praktisch nicht zu erhalten, Hauttestreaktionen belegen auf der anderen Seite aber nicht die Aktualität des Bettfedernallergens auf dem Niveau der Schleimhäute. Somit kann auf der Grundlage der derzeit existierenden Literatur und aufgrund von eigenen Erfahrungen zweifelsfrei festgestellt werden, dass das Bettfedernantigen (Keratin) für die Auslösung von Atemwegsbeschwerden (Heuschnupfen, chronische allergische Rhinopathie, Asthma bronchiale) praktisch keine Bedeutung hat, da die allergene Potenz des Federnantigens (in der Regel als Mischung von Gans, Ente, Huhn untersucht) als außerordentlich gering bzw. minimal eingestuft werden muss. Diese Beobachtung hat dazu geführt, dass viele Allergologen auch aus Kostengründen das Federnantigen überhaupt nicht mehr in ihrer Testauswahl berücksichtigen. Des Weiteren trägt dieser Tatsache Rechnung, dass bei zahlreichen in letzter Zeit publizierten allergologischen Handbüchern bzw. Lehrbüchern das Federnantigen als eigene Substanz und somit Auslöser von allergischen Erkrankungen kaum noch Berücksichtigung findet, wobei diese Entwicklung weltweit registriert werden kann. Es kann also zusammenfassend festgestellt werden, dass weltweit die Einschätzung besteht, dass das Bettfedernantigen selbst in allergologischer Hinsicht unbedeutend ist.

Aus einer Studie von: Prof. Dr. med. Dietrich Hofmann, Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Zentrum Kinderheilkunde

Quellen für die Hintergrundrecherche:

  • "Gutachten zur Einschätzung der Relevanz der Bettfedern- (Keratin) Allergie"
    Prof. Dr. med. Hofmann, Leiter des Institutes für Kinderheilkunde, Universitätsklinik Frankfurt a.M.
  • "House dust mite allergen in pillows", Gutachten der Wellington Asthma Research Group,
    Wellington School of Medicine, New Zealand.
  • "Ökologische Untersuchungen zur Hausstaubmilbenallergie"
    Prof. Dr. Dr. H. W. Jürgens, Anthropologisches Institut der Universität Kiel.