Ökologie der Eiderdaune

Zur Ökologie ist bei der Eiderdaunenlese gibt es einiges zu bemerken.

Hier ist in vielen Generationen gerade in Island eine wunderbare gegenseitige Nutzung entstanden. Die Bauern ernten (und verdienen) an einem einzigartigen Produkt der Natur und schützen mit allen Mitteln die Tierbestände. Da der Mensch dazu neigt Nutzen und Ausnutzen zu verwechseln gibt es bei vielen Tierhaltungen Raubbau – hier rächt sich falsches Verhalten bei der Eiderente sofort. Die Tiere brauchen Ruhe, saubere Küstenlandschaften, natürliche Umgebung und vor allem Ihre Freiheit. Eiderenten lassen sich nicht domestizieren! Die Tiere gehen innerhalb kürzester Zeit ein, nicht einmal die Aufzucht verlassener Jungvögel ist bisher mehr als ausnahmsweise gelungen. Sollte ein Bauer versuchen mehr als erlaubt zu ernten, wandern die Vögel ab – er hat ein einziges Jahr lang etwas mehr Ernte, und danach kann er zusehen, wie sein Nachbar bei den abgewanderten Vögeln im nächsten Jahr die Daunen einsammelt.

Kurz und bündig rächt sich hier Fehlverhalten, was einen außerordentlich großen erzieherischen Effekt hat. Im Höchstfall ist es möglich, den Vögeln einen guten Lebensraum zu schaffen. Es werden Windschutzmauern oder kleine Hütten für das Brutgeschäft angeboten und die Bauern vertreiben die mehr oder minder natürlichen Feinde der Vögel. Hier hat die schlechte Haltung von Nerzen/Minks ein menschengemachtes Problem geschaffen, dem die Bauern versuchen Einhalt zu gebieten in dem sie die nicht natürlichen Freßfeinde aus den aufgelösten Nerzfarmen jagen.

Die Eiderente steht nicht mehr auf der roten Liste der gefärhrdeten Arten der ICUN 2007, ist aber in Island selbst ganzjährig geschützt. Daher gibt es klare Vorgaben wann und wie die Daunen gesammelt werden dürfen, und: wie wenig man diese Enten an Ihren Brutplätzen stören darf.

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