Unsere neue Maschine

Der Kunde ist König – somit müssen wir leider auch Kompromisse eingehen, die wir nicht so gerne möchten. Viele Fachhändler bevorzugen die teilweise abgesteppten Betthüllen wie z.B.: 6-Kammer, 4-Kammer,  Karostep, Punktstep, Körperformen usw. Dies ist auch einfach zu erklären – oft gibt es keine eigene Näherei mehr und so können sie keine richtigen Daunendecken mehr herstellen. Es bleibt dann für viele Fachgeschäfte nur noch eine teilweiseabgesteppte Nähart, da hier nur die Füllöffnung zugenäht werden muß.

Auf dieser Basis „lernt“ natürlich der Kunde im Beratungsgespräch beim Fachhändler vorrangig die „Vorteile“ einer solchen Decke zu schätzen:

  • Nachträgliche Veränderung der Füllung ohne die Hülle zu zerstören

Im Grund sind wir nicht immer gegen so eine Absteppung, aber Hülle und Füllqualität sollte in guter Relation stehen. Bedeutet:  eine hochwertige Füllung sollte auch eine hochwertige Hülle/Absteppung bekommen – oder können Sie sich ein Ferrari mit Stahlfelgen vorstellen? Fährt doch trotzdem oder etwa nicht? 🙂

Toll bei so einer Maschine (ja unsere ist leider schon etwas älter – aber sie erfüllt immer noch ihren Zweck) ist, dass man das Silo mit der gewünschten Daunenqualität füllt und danach die Maschine selbst das Füllgewicht je Kammer abwiegt. Nun muß man nur noch auf eine Pedale treten und die Maschine erledigt den Rest.

Da unser Produkt nicht in High-Tech-leveln hergestellt wird, ist es leider so dass die Maschinen deutliche Toleranzen fordern – 1-2 Gramm je Karo sind durchaus üblich – für die ganze Decke also schon mal so um die 50 Gramm mehr oder weniger als das angegebene Fülgewicht.  Mit unserer händischen Fertigung sehen wir das deutlich enger: hier wiegen wir für jedes Karo auf 0,1 Gramm genau.

Unser Fazit: Wenn es nicht um allzu hochwertige Bettdecken geht kann man auf diese Art einfach und schnell eine Decke füllen. Wird aber eine wirklich feine Bettdecke gewünscht so werden wir weiterhin unsere gewohnte Befüllung per Hand bevorzugen. Die Vorteile sind einfach zu erklären:

  • Genaueres befüllen der Karos (0,1 Gramm Toleranz)
  • Die Kasseten werden zu 99,9% geschlossen. Das heist es kann nachträglich die Füllung nicht mehr verrutschen

In einem der nächsten Beiträge werden wir noch auf die verschiedenen Absteppungen und deren Vorteile wie Nachteile eingehen.

Daunen & Federn Teil 3: Weiss, silber oder doch „nicht weiss“?

In diesem Beitrag möchte ich kurz auf die Farb-Unterschiede bei Daunen & Federn eingehen.

Grundsätzlich gibt es 3 Farben:

  • weiss
  • silber, grau, halbweiss usw.
  • und ich möchte die Eiderdaunen mit „braun“ als extra Farbe bezeichnen.

Hier 3 Bilder der verschiedenen Farben:

Grundsätzlich kann man aber nicht von der Farbe auf die Qualität schließen. Dies zeigt die Eiderdaune wunderschön durch Ihre nicht sehr attraktive Farbe. Sieht man eine weiße Füllung zum Vergleich mit der braunen Eiderdaune würde man eher die weiße Daune bevorzugen.

Dies ist aber ein Vorteil für Sie: Eine graue Daune kostet im Vergleich mit einer weißen Daune (immer die gleiche Qualität natürlich d.h. Daunenanteil und Füllkraft) zwischen 50-80euro je Kilo weniger.

Wenn Sie also keine weiße dünne Bettwäsche haben können Sie durchaus auch eine graue Füllung nehmen und so einiges an Geld sparen. Es sollte jedoch klar sein, dass die graue Füllung durch das Inlett/Hülle durchscheint unssdo die Decke, wenn sie nicht bezogen ist, gräulich aussieht und den Eindruck von „alt/schmutzig“ erwecken kann. Jedoch ist dies mehr eine Kopfsache und das Beispiel mit den besten Daunen der Welt (Eiderdaunen sind immer braun) wiederlegt.

Bitte beachten Sie jedoch: die meisten „guten Daunenfüllungen“ sind in der Regel weiss!

Das liegt vor allem daran, dass die meissten Zuchttiere nun mal eben weisses Gefieder haben – und fast alle diese Gänse und Enten werden wegen des Fleisches gehalten – das Gefieder ist heute leider nur mehr ein Abfallprodukt.

In der Natur hätten diese strahlend weiss auffallenden Tiere keine Überlebenschance – aber „wildes“ Gefieder gibts fast nicht… wieder mal die Ausnahme:  Eiderdaunen.

Daunen & Federn Teil 2 – Auszeichnung/Kennzeichnung

Wir möchten hier ausschließlich auf die Deutsche Auszeichnung eingehen die sich nach der EN 12934 richtet.

Folgend eine Übersicht der Bezeichnungen:

Zusammensetzung Bezeichnung
100% bis 90% Gans Reine Gans
0% bis 9,9% Ente
89,9% bis 70,0% Gans Gans
10,0% bis 29,9% Ente

Diese Tabelle zeigt schon, dass doch ein hoher Anteil eines Entengefieders in der Füllung enthalten sein darf und trotzdem noch als Gans benannt werden darf! Meist, bis auf wirklich wenige Ausnahmen (z.B. Eiderdaunen) hat das Entengefieder eher Nachteile. Von weniger Füllvolumen und damit weniger Wärmeleistung bis auch zu sehr lästigem wie: Geruch einer Daunendecke

Andere Elemente

Weiter wird die Füllung über Klassen ausgezeichnet (1-7). Hier nur zwei Beispiele die zeigen das ein hoher Anteil an anderen Elementen in einer Füllung enthalten sein darf.

Gehalt an anderen Elementen Klassifikation Elemente und Zusammensetzung
Füllungen vom Wassergeflügel

(Gans und Ente)

bis 5% „Klasse I“ und / oder „neu“ Daune …%

Feder …%

über 5% bis 15% „Klasse II“ Daune …%

Feder …%

Wie Sie an diesem Beispiel sehen wird erst ab 15% andere Elementen, dieser Anteil getrennt ausgewiesen. Dies kann genutzt werden, die Füllung mit anderen Elementen zu mischen und so eine billigere Füllung herzustellen. Dies hat aber einige Nachteile, unter anderem: Geruch einer Daunendecke

Eine gute Daunendecke sollte aufjedenfall Klasse 1 und mindestens 90% Daunen haben!

Kleiderreinigung = Bettenreinigung?

oft gefragt – selten wirklich mal erklärt…

Leider ist das Wort „Reinigen“ ehemals als das feinere, marketingtechnisch bessere Wort eingeführt worden – denn: Federn und Daunen werden mit Wasser und Seife gewaschen, im Gegensatz dazu werden empfindliche Kleidungsstücke in der chemischen Reinigung meisst mit anderen Lösungsmitteln behandelt.

Bei der Bettreinigung werden die Füllung und die Hülle voneinander getrennt. Die losen Daunen und Federn kann man nun nicht einfach in eine handelsübliche Waschmaschine stecken, sie würden mit dem Abwasser weggespült! Daher einfach eine andere Maschine, aber im Grund der gleiche Vorgang wie zu Hause – die Maschine sieht eben anders aus, weil sie eine andere Technik verwendet. Doch das wichtigste ist gleich: Wasser und Waschmittel… sonst nichts!

Bei der Bettenwäsche wird das ganze Bettstück gewaschen – in sehr, sehr, eben richtig großen Waschmaschinen! Zu Hause in der normalen 4-5kg Maschine ist einfach nicht genug Platz für eine ganze Decke. Ganz abgesehen davon reicht die Wassermenge nicht um Schmutz auszuspülen – und VORSICHT – die Decken werden zu schwer! Je nach Füllqualität kann eine nasse Zudecke schon mal 15-20 kg wiegen – das hält eine Haushaltsmaschine spätestens beim Schleudern nicht mehr aus.  Danach genauso in Maxi-Maschinen der Trockenvorgang – auch hier versuchen Sie das bitte nicht daheim, die Brandgefahr ist einfach zu groß!

Wann ist eine Matratze gut?

Die Zeitschrift Öko-Test hat für ihre Januar-Ausgabe zwölf  Schaumstoffmatratzen untersucht.

Getestet und auf sieben Seiten kommentiert wurden dabei die Schadstoffbelastung und die Liegeeigenschaften. Während erstere im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgenommen hat, wurde beim Praxistest kritisiert, dass die unelastischen Bezüge die oft sehr guten Ergebnisse der Kerne wieder abschwächen.
Positiv: Hervorgehoben wurde die Wichtigkeit der Beratung, die bei den Discountern (zu) wenig stattfinde. Zudem seien deren „sensationell günstige“ Angebote nur für Gästebetten geeignet.

Kurzfassung:

– gut ist, wenn Rost und Matratze zusammenpassen – weiss der Fachberater!

– gut ist, wenn jemand (der was davon versteht!) sieht dass die Wirbelsäule gut liegt, vielleicht Partner oder Freund zum Probeliegen mitnehmen?

– gut ist, wenn man sich wohlfühlt darauf! Denn ein physiologisch richtig gestylter Operationstisch hat im Schlafzimmer keine Lebensberechtigung!

Daunen & Federn Teil 1 – Unterschied

Jeden Tag haben wir mit den gleichen Fragen zu tun:

  • Wann werden aus Daunen denn bitte Federn?
  • Daunen sind doch die Flusen und Federn das „Gute“?
  • … usw

Alle diese Aussagen sind natürlich falsch! Folgend möchte ich Ihnen die Unterschiede deutlich machen.

Die Feder

Federn und Daunen kann man recht leicht von einander unterscheiden, denn sie haben einen grundsätzlich anderen Aufbau.

Die Feder besteht aus einem Kiel (das ist auch das feste und schwere) und davon gehen kleine „Härchen“ weg. Hier ein Bild von einer Feder:

Federn werden meist (vor allem in Deutschland) für Kopfkissen verwendet. Im Kopfkissen spielt das Gewicht nicht so eine große Rolle sondern das es lange „Stabil“ bleibt und sich wieder schnell aufrichtet. Grundsätzlich kann man aber sagen,  dass die Federn eher für das grobe zuständig sind.

Die Daune

Die Daune wiederum stellt mehr oder weniger das Gute und Feine dar. Gute Daunendecken haben einen viel höheren Anteil an Daunen als an Federn. Dies hat zwei Gründe:

  • Die Daunen bilden eine Isolationsschicht und wärmen so.
  • Die Daunen sind im Verhältnis zu Federn viel viel leichter.

Auch hier wieder ein Bild von einer weißen Gänsedaune:

Fazit

Generell kann man sagen, dass die Daunen für die Wärme zuständig sind, die Federn eher für die Stabilität. So muß man immer auch auf das Verhältnis achten aus dem die Füllung einer Decke oder Kopfkissen besteht.

Also kann man Grundsätzlich sagen je mehr Daune je wärmer und in den meisten Fällen auch leichter!

P.S. Auf die Problematik mit Daunen & Federn Auszeichnungen gehen wir in einem der nächsten Beitrag ein!

Unser neuer Blog

Wir möchten Ihnen in unserem Blog diverse Informationen rund um das Thema „Schlafen“ mitteilen.

Gerne dürfen Sie uns auch Themen zusenden die Sie interessieren. Wir werden versuchen diese Aufzuarbeiten und Ihnen hier präsentieren.